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Kein Generationenkonflikt in der Schweiz

23.10.2012 |  Von  |  Gesellschaft
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In der Schweiz existiert kein Generationenkonflikt. Zu diesem Ergebnis kommt der Sozialbericht 2012. Innerhalb der Familien besteht ein starker Zusammenhalt über die Generationen hinweg. Doch ausserhalb der Familien leben Jung und Alt häufig aneinander vorbei.

So haben fast 60 Prozent der jungen Erwachsenen keine Bekannten unter den über 70-Jährigen. Diese Distanz zwischen den Generationen könnte laut dem Bericht ein Grund sein, warum Ältere zum Teil diffuse Ängste vor der Jugend haben. Rund 45 Prozent der Schweizer Senioren befürchten nämlich, dass Jugendliche die öffentliche Ordnung im Land gefährden.

Gleichzeitig fühlen sich die Älteren jedoch weniger stark diskriminiert als die Jungen. Nur ein Viertel der über 60-Jährigen gibt an, schon einmal wegen des Alters ungerecht behandelt oder benachteiligt worden zu sein. Demgegenüber hat fast die Hälfte der unter 30-Jährigen schon einmal Altersdiskriminierung erfahren – besonders im Beruf. Beispielsweise haben die Jungen das Gefühl, dass ihnen wegen ihres Alters Stellen verwehrt werden.

45 Prozent der Sozialausgaben gehen an Ältere

Auch die Sozialausgaben scheinen auf eine Diskriminierung der jüngeren Generation hinzuweisen. 45 Prozent der Sozialausgaben werden für Ältere geleistet – ein europaweiter Rekord. Die Sozialausgaben für die Jungen – beispielsweise Kinderzulagen – betragen dagegen nur 5 Prozent.

Als Vorurteil stellt sich die Aussage heraus, dass die heutige Jugend an Politik desinteressiert sei, wie der Generationenbericht festhält. Zwar ist die Wahlbeteiligung junger Menschen niedriger als jene der älteren. Dafür gehen die heutigen jungen Erwachsenen häufiger wählen, als es junge Erwachsene noch vor 20 oder 40 Jahren getan haben. Die Abstimmungsbeteiligung ist sogar gleich hoch wie jene der 40- bis 45-Jährigen.

Der „Sozialbericht 2012: Fokus Generationen“ wird vom Schweizer Kompetenzzentrum Sozialwissenschaften FORS in Lausanne herausgegeben. Die Autoren untersuchen darin eine breite Palette von Fragen im Zusammenhang mit der Alterentwicklung. Der vollständige Bericht mit allen Daten und Grafiken lässt sich ab Januar 2013 unter www.sozialbericht.ch abrufen.

 

Quelle: sda
Oberstes Bild: © Ruslan Guzov – shutterstock.com

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