Wie viel Plastik brauchen wir?

23.07.2014 |  Von  |  Allgemein
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Plastik ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Viele Spielsachen, Haushaltsartikel und Geräte bestehen aus Kunststoff. Doch dieser Stoff birgt auch einige Gefahren, welche in jedem Fall berücksichtigt werden müssen. Es stellt sich nun die Frage, auf welche Plastikgegenstände wir verzichten können und auf welche Eigenschaften die Verbraucher achten müssen.

Eines der Hauptprobleme mit Kunststoff ist die Entsorgung. Plastik ist sehr beständig und baut sich in der Erde über einen sehr langen Zeitraum nicht ab. Selbst nach Jahrzehnten hat sich der Zustand des Mülls nicht verändert. Beim Verbrennen entstehen hochgiftige Gase, welche die Gesundheit der Menschen und den Zustand der Umwelt schädigen. Eine Lösung ist Kunststoff aus biologisch abbaubaren Materialien, diese Stoffe bauen sich ab und sind daher umweltverträglich.



Ebenfalls problematisch ist der Gebrauch des Plastiks. Werden beispielsweise Lebensmittel in Kunststofffolien verpackt, dann gehen bestimmte Stoffe in die Speisen über und werden von den Konsumenten aufgenommen. Aus diesem Grund ist es besser, auf Packungen aus Papier oder Pappe auszuweichen. Oftmals haben die Verbraucher an der Gemüsetheke die Auswahl zwischen Papiertüten und Plastiktüten, hier ist die natürliche Variante die gesündere.

Auch Getränke werden häufig in Plastikflaschen abgefüllt, dort besteht ebenfalls die Gefahr der Aufnahme in den Körper. Glasflaschen sind die bessere Alternative und sollten daher bevorzugt werden. Nicht alle Kunststoffe sind gleich, sie unterscheiden sich vor allem in den zugesetzten Additiven. Diese bestimmen das Verhalten, wie beispielsweise die Festigkeit und die Biegsamkeit. Aber gerade diese Zusatzstoffe gelten als gesundheitsgefährdend.

Reiner Kunststoff ist relativ unbedenklich, da die Fasern von den menschlichen Zellen nicht aufgenommen werden können. Doch leider sind in jedem Plastikgegenstand Additive enthalten. Diese sorgen für die Verformbarkeit des Stoffes, verändern die Farbe oder geben die Struktur vor. Häufig sitzt der Grossteil der Zusatzstoffe an der Oberfläche, sodass schnell eine Abgabe an Lebensmittel oder die menschliche Haut erfolgt.

Gerade bei Kinderspielzeug ist Vorsicht geboten. Viele moderne Artikel sind aus Plastik gefertigt, beispielsweise Rasseln, Nuckis oder Bausteine. In vielen Fällen kann auf Spielzeug aus Holz ausgewichen werden, allerdings ist ein vollständiger Verzicht nicht möglich. Daher wurden verschiedene Studien durchgeführt, welche besonders riskante Zusatzstoffe identifiziert haben. Eltern sollten darauf achten, dass Weichmacher vermieden werden. Ein bekannter Vertreter dieser Gruppe sind die Phthalate, welche im Verdacht stehen, bei Männern Unfruchtbarkeit zu verursachen.

Da Plastik ein wesentlicher Bestandteil unserer Umwelt ist, können wir den Stoff nicht vollständig vermeiden. Allerdings lässt sich der Kontakt verringern und es werden häufig Alternativen angeboten. Nicht alle Kunststoffe sind gleich, so kann eine gezielte Auswahl erfolgen und die Verbraucher sollten sich die Inhaltsstoffe genau ansehen, dann werden besonders giftige Stoffe vermieden und das Risiko sinkt deutlich.



 

Oberstes Bild: © nakorn – Shutterstock.com


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